Europäische Kommission

Strategie für Menschen mit Behinderung vorgestellt

Sozial- und Integrationsminister Kai Klose: „Unser Ziel ist, Barrieren abzubauen, Menschen zu bestärken und sie zur gesellschaftlichen Teilhabe befähigen.“

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Mann im Rollstuhl
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Die Europäische Kommission hat heute ihre Strategie für Menschen mit Behinderung vorgestellt. Der hessische Sozial- und Integrationsminister Kai Klose begrüßt, dass die EU die UN-Behindertenrechtskonvention vorantreiben möchte: „Auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft ist die Umsetzung der UN-Konvention maßgeblich, um Menschen mit Behinderung die gleichberechtigte Teilhabe an unserem Zusammenleben zu ermöglichen. Zur Ausübung der EU-Freizügigkeit gilt es natürlich, auch grenzüberschreitend Barrieren abzubauen.“ Daher werde man in Hessen die Strategie, die mit ihr verbundenen Chancen, sowie die Auswirkung auf das Land sorgfältig prüfen. Klar für Klose ist dabei, welches Leitbild in Hessen verwirklicht werden soll: „Unser Ziel ist, Barrieren abzubauen, Menschen zu bestärken und sie zur gesellschaftlichen Teilhabe zu befähigen.“

Arbeitsmarktchancen verbessern

„Um Menschen mit Behinderung mehr Selbstbestimmung in sozialen und finanziellen Belangen zu ermöglichen, braucht es eine Verbesserung ihrer Arbeitsmarktchancen“, unterstreicht der Minister. Hier habe das Hessische Perspektivprogramm zur Verbesserung der Arbeitsmarktchancen schwerbehinderter Menschen (HePAS) wichtige Erfolge vorzuweisen. Das Programm wird seit 2020 als modifizierte Neuauflage fortgeführt: „HePAS hat bereits über 2.500 neue sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse und über 350 neue Ausbildungsverhältnisse erfolgreich unterstützt. Mit seinen frühzeitigen und kontinuierlichen Begleitangeboten wird HePAS auch in Zukunft erfolgreich Menschen mit Behinderung in Beschäftigung bringen und so ein selbstbestimmteres Leben ermöglichen“, ist Klose von der Bedeutung des Programms überzeugt. Dies zeige sich auch in der Pandemie, während der sich die Einstellungsbereitschaft gegenüber Menschen mit Behinderungen nicht verändert habe. Im Jahr 2020 konnten mit Hilfe des Programms allein 566 neue Beschäftigungsverhältnisse gefördert werden, darunter 74 neue Ausbildungsverhältnisse. „Das zeigt, dass die hessischen Arbeitgeber in Zeiten des Fachkräftemangels nicht auf die Expertise und die Fähigkeiten von Menschen mit Behinderungen verzichten wollen und sie trotz Corona-Pandemie fest in ihren Unternehmens-Philosophien etabliert sind“, so Klose abschließend.

Hintergrund

Die Kommission legt mit der EU-Strategie 2020 bis 2030 eine aktualisierte Version ihrer Agenda für Menschen mit Behinderung vor. Ein Schwerpunkt darin wird die andauernde Herausforderung zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen sein, die eine gleichberechtigte Teilhabe an der Gemeinschaft und eine integrative Gesellschaft zum Ziel hat.

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